in der wildnis bin ich frei

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so lautet der titel des buches von miriam lancewood, das ich mir selbst zu weihnachten schenkte. scheinbar war mir kurz vor weihnachten nach ausbrechen, alles hinter mir lassen zu mute. 🙂

wenn ich meine flusswanderungen mache, dann denke ich öfter mal daran in der „wildnis“ im zelt zu übernachten. einfach weil es wege sparen würde, weil ich dann auch ziele erreichen könnte ohne auf ein auto angewiesen zu sein, weil ich zu gerne wissen würde, welche tiere in der nacht im wald unterwegs sind. aber getraut habe ich mich noch nicht… vielleicht beginne ich heuer einmal damit. jedenfalls hat mich der titel des buches angesprochen und ich bin gleich darin versunken. wenn die authorin ihre ersten wochen im wald beschreibt, wie schwer ihr die umstellung zum „nichts tun“ fiel, bemerke ich wie sehr ich meinen tag vollstopfe mit aktivitäten, nur um mich abzulenken. ich konnte und kann das gut nachvollziehen. oder die gefühle, wenn sie wieder einmal in einer stadt war: all der überfluss, das gehetze, das arbeiten gehen um sich mehr dinge leisten zu können.

ich denke viel darüber nach – wie wichtig sind dinge, was brauche ich alles wirklich um überleben zu können? könnte ich in der wildnis leben? ohne festen wohnsitz? wirklich zu jeder zeit allen witterungsverhältnissen ausgesetzt sein? die vorstellung mich nur mit kaltem wasser zu waschen, die lässt mich gleich erschauern.

sie beschreibt auch ihre erfahrungen als jägerin – sie und ihr mann müssen fleisch essen, weil sie sonst den winter nicht überleben würden – trotzdem fällt es ihr schwer ein tier zu töten. ich gehe ins geschäft und kaufe mir eine leberkäsesemmel ohne darüber nach zu denken, na zumindest in 90% der fälle denke ich nicht drüber nach. ich glaube nicht, dass ich ein tier töten könnte, also sollte ich wohl auf fleisch verzichten.

dieses buch hat mir einiges zu denken gegeben und zu erfühlen – die einfachheit der wildnis, könnte ich die auch im städtischen alltag umsetzen? es ist schwierig für mich, weil ich umgeben bin von werbeplakaten, die mich im imperativ aufforden zu kaufen, zu testen. (der in der werbung verwendete imperativ enthält sehr oft nicht einmal mehr die direkte anrede wie „kaufen sie“, sonder nur mehr „kauf“…) ja, auch wenn ich es nicht wahrhaben will, diese plakate haben wirkung auf mich. die umsetzung ist schwieriger aber nicht unmöglich. ich denke, wenn ich es versuche, kann ich mein leben so umstellen wie es auch der umwelt nützt – also klimatechnisch meine ich.

was bedeutet wildnis, was bedeutet frei?

für mich bedeutet wildnis – ursprüngliche natur, diese beiden bilder bedeuten für mich wildnis

wälder in denen bäume fallen dürfen, wenn ihre zeit gekommen ist

und was bedeutet frei? das ist schwieriger zu beantworten – frei von zwängen, frei zu gehen wohin ich will, wann ich will? das hängt dann eigentlich von meiner einstellung ab, von meinen gedanken. dazu brauche ich nicht wirklich wildnis….

das wird mein projekt für 2019 sein – die einfachheit in mein leben zu lassen, mich gegen den imperativ der werbung zu wehren.

bei dem gedanken habe ich das gefühl mehr in meiner mitte zu ruhen, es fühlt sich angenehm an. auf ein wildes neues jahr 🙂

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